Fast exakt zum selben Zeitpunkt wie im Vorjahr erhielt der erste österreichische Qualitätswein des Jahrgangs 2026 seine Prüfnummer vom Bundesamt in Eisenstadt. Wie schon in den vergangenen Jahren stammt dieser besondere Auftaktwein vom Illmitzer Weingut „Beim Gangl“.
Mit dem Bouvier „da Ofang“ zeigt das Weingut Beim Gangl einmal mehr, wie früh der neue Jahrgang in besonderen Lagen und mit der passenden Sorte sichtbar werden kann. Der Name ist dabei Programm: „da Ofang“ markiert den Beginn des neuen Weinjahres und gibt Weinliebhaberinnen und Weinliebhabern einen ersten Vorgeschmack auf den Jahrgang 2026. Dass dem Weingut dieser frühe Start bereits zum dritten Mal in Folge gelingt, ist kein Zufall, denn der sortenreine Bouvier eignet sich durch seine frühe Reife besonders gut für den ersten Wein des Jahres. 2026 kam zusätzlich eine extrem rasche Zuckerzunahme Ende Juli dazu - dadurch erreichten die Trauben eine Reife von 17 KMW und konnten bereits am 12. August 2026 in den kühlen Morgenstunden mit der Maschine gelesen werden. Das Traubenmaterial präsentierte sich gesund und stammt aus einem sandigen, bewässerten Weingarten mit rund 0,4 Hektar Fläche, aber insgesamt liegen vom Erstwein nur rund 1.000 Liter vor. Eingereicht wurde der Wein bereits am 24. August 2026 beim Bundesamt in Eisenstadt, nach der positiv erfolgten Verkostung wurde die Prüfnummer am 28. August 2026 vergeben.
Für das Illmitzer Weingut ist der frühe Qualitätswein nicht nur ein schöner Erfolg, sondern auch ein Zeichen für Präzision, Erfahrung und gutes Timing. In einem Jahr, das vielerorts von Hitze und Trockenheit geprägt war, gelang es Martin Gangl, gesunde Trauben früh und mit entsprechender Reife einzubringen. Der erste Qualitätswein des Jahrgangs ist damit mehr als eine Kuriosität im Weinkalender, sondern steht für den Start in ein neues Weinjahr, für die besondere Rolle früher Sorten und für die Fähigkeit der Winzerinnen und Winzer, auf Witterung, Reifeverlauf und Standortbedingungen schnell und sorgfältig zu reagieren.